schlumpi @ spline

Some impressions of a nerdy-life

Umfragen an Universitäten

Wie der Titel beräts verrät, wird es heute um Befragungen, die an Universitäten durchgeführt werden gehen. Im Besonderen um die bei mir aktuelle Umfrage “Studium: Belastung oder Ressource?” Wir kennen das ja alle, ab und an führt zum Beispiel die eigene Uni Studien durch, und benötigt natürlich für Ihre Befragungen geeignete Personen zur Beantwortung der fragen.

Was würde sich da besser eignen als die eigenen Studenten, erst recht, wenn die Zielgruppe der Umfrage Studenten darstellen. Eine absolute Win-Situation, jedenfalls für die Uni. Aber halte ich doch mal fest, wie solche Mails bei mir ankommen:

  1. Ich bekomme Mails durch den Zentralverteiler, die nicht für den Lehr-Betrieb unabdingbar.
  2. Ich bekomme unaufgefordert (durch mich) “Werbe-” Mails, in denen ich aufgefordert werde an einer Umfrage teilzunehmen. Oft mit dem Versprechen, man würde die Umfrageergebnisse verwenden den Unibetrieb zu verbessern.

Wenn ich jetzt diese beiden mit der Definition von Spam vergleiche - “Als Spam oder Junk (englisch für ‚Abfall‘ oder ‚Plunder‘) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben.” (aus Wikipedia die freie Encyklopedie). Wir haben also irgendwie eine sehr interessante Situation.

Neben dieser “Spam-Problematik” sehe ich oft auch noch einen anderen Umstand. So wird zwar oft eine anonyme Behandlung der Daten versprochen, wie diese allerdings genau aussieht wird nie verraten. An dieser Stelle tauchen unter anderem in der genauen Betrachtung eine Reihe von Fragen auf:

  • Welche Art der anonymen Datenerhebung wird vorgenommen? Handelt es sich dabei um eine echte anonyme Datenerhebung oder um eine Pseudoanonymisierung (wie sie oft verwendet wird).
  • Welche Daten werden erhoben bei einer Onlineumfrage? (Browser? Betriebssystem? IP-Adresse? - also Daten mit denen Individuen identifiziert werden können.)
  • Wie erfolgt die Verarbeitung der Daten?
  • Wie werden die Daten später verwertet?

Dies mögen sicherlich vergleichsweise banale Fragen sein und meinem übernatürlichen Misstrauen entspringen, aber dennoch bleiben die Fragen, die, wenn überhaupt nur nach explizitem Nachfragen geklärt werden. Ich würde mir einfach mal wünschen, dass Fragen zur Datenverabeitung respektive der Umfrage an sich nicht aufkommen würde, da eben solche Fragen bereits in den Einladungsmails erklärt werden. Ich wünsche mir aber auch, dass solche Umfragen eben nicht einfach ungefragt den Weg in mein Postfach finden würden. Liebe Unis ist es so viel Aufwand einen extra Listenverteiler zu führe, auf den man freiwilig subscribieren kann um an solchen Umfragen teil zu nehmen? Ich denke eher nicht. Denkt einfach mal darüber nach.

Comments